GESCHICHTE H1

Wappen Weltmeisterschaft

 

 

Es waren einmal ein paar Kumpanen, die wollten spielen. Was Besonderes. Also bas­telten sie ein Kumpanen-Quartett. Stellten dafür freimütig persönliche Daten zur Verfü­gung. Statt Zylinderzahl, Pferdestärken oder Höchstgeschwindigkeit standen jetzt Intimi­täten wie etwa die Anzahl Schlafstunden pro Tag, das Alter beim «ersten Mal» oder der Brust­umfang zur Frage. Um das aufschluss­reiche neue Quartett gebührend einzu­weihen, legte man den Termin der Feier mit der Übertragung des «Grand Prix d’Eurovision» (heute «European Song Contest») zusam­men – einem Anlass, der traditionellerweise stets im erwähnten Kumpanenkreis mitver­folgt wurde. Wie man sich gut vorstellen kann, rückte das musikalische DebakelSpektakel schnell in den Hintergrund ange­sichts des hochinteressanten Quartettkar­teninhalts. Bald wurde die Leinwand für die Übertragung gar nicht mehr aufgestellt, dafür immer mehr Tische und Stühle für die wachsende Anzahl Quartettinteressierte. Dass diese muntere Spielerei im kleinen Kreis aber einmal derart ausufern würde, damit hatte anno 1995 nun wirklich niemand gerechnet. Zwar hiess das Gettogether schon von Beginn weg «Weltmeisterschaft». Doch je erwachsener der Mensch, desto kleiner die Welt und wichtiger die Meister­schaft. Und so erweiterte sich die einst über­schaubare Original-QWM-Truppe Jahr für Jahr sprunghaft, haupt­sächlich durch Mund-zu-Mund-Pro­pa­ganda. Mittlerweile schlagen sich in Rorbas jeden Oktober gegen 200 Wettkämpfende aus nah und fern Fragen  und Antworten aus rund 600 Quartettspie­len um die Ohren. Die Tatsache, dass ein über die Jahrzehnte so arm an Popularität gewordenes Spiel im schönen Zürcher Un­terland neue Wurzeln schlagen durfte und sich hier zur veritablen Extremtrendsportart entwickelte, weckte früh die Aufmerksamkeit der Medien. 2001 schaute dann zum ersten Mal auch das Schweizer Fernsehen zur Tür herein, dicht gefolgt von TeleZüri. Weiterhin wächst das mediale Interesse treu mit und unterstützt damit die Organisatoren auf dem Weg zum grossen Ziel: die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Doch damit nicht genug: Es wird angestrebt, als erste Sportart sowohl im olympischen Sommer- als auch Winterprogramm vertreten zu sein. An der Attraktivität dieses Sports dürfte es nicht mangeln; Beleg dafür ist die laufend zuneh­mende Zahl an Athleten und Zuschauer. Welche allesamt mit gutem Grund antraben: Spannung herrscht immer bis zuletzt, denn die begehrte Trophäe zu ergattern – das schafft jedes Jahr nur der Beste. Härteste. Stärkste. Schnellste. Immer getreu dem Motto «Gewinnen ist wichtiger als mitmachen»…

GESCHICHTE H2

Wappen Weltmeisterschaft

 

 

Wie bei Bild: Text Geschichte H1

GESCHICHTE H3

Wappen Weltmeisterschaft

 

 

Wie bei Bild: Text Geschichte H1

Austragungsorte:
Zürich (1995–2000); Embrach (2001);
Freienstein (2002–2009); Rorbas (2010–?)

QUARTETT-WM #24

Samstag, 27. Oktober 2018

CH-8427 Rorbas

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